Hunde sprechen, aber nur mit denen, die zuhören können (Orhan Pamuk)
Ich bin Lars, Jahrgang 1971 und in einem Katzenhaushalt aufgewachsen. Tolle Tiere, keine Frage, aber Hunde fand ich schon von klein auf sehr viel spannender. So kam es, dass ich die damals einjährige Selda übernahm, ein Husky der ein Leben als Wachhund (!) hatte fristen sollen. Sie stellte mich vor so manche Probe und ich lernte unheimlich viel von ihr. Wir gingen gemeinsam durch Dick und Dünn und ich denke, dass ich ihren Bedürfnissen so gut es ging gerecht geworden bin. Nachdem sie mit 16 Jahren starb, war ich eine Zeit lang ohne Hund. Ganz schlechte Entscheidung.
Also zog im Jahr 2013 Phoebe bei mir ein, eine „Problem“-Hündin aus dem bulgarischen Tierschutz. Alles was sie brauchte waren klare Regeln und eine Bezugsperson, der sie vertraute und bei der sie sich sicher fühlte. Nach kurzer Zeit war sie ein souveräner Hund mit ruhigem Charakter, der sowohl Menschen die Angst vor Hunden nehmen konnte, als auch ängstlichen Hunden zeigen konnte, dass es sich lohnt Vertrauen aufzubauen.
Dies war hilfreich bei den zahlreichen Hunden, die bei mir über die Jahre immer wieder zur Pflege waren. Die meisten waren ebenfalls Tierschutzhunde, die mitunter ja so ihre speziellen Eigenheiten haben. Ich lernte viel über Ängste und die Art, wie Hunde diese in Form von Verhaltensauffälligkeiten oder gar Aggressionen ausdrücken, und wie wir als Menschen ihnen darüber hinweg helfen können.
So entwickelte ich im Laufe der Zeit ein Faible für vermeintlich schwere Fälle und in mir reifte der Wunsch, mein Wissen in professionelle Bahn zu lenken. Als Gefährte für Phoebe kam außerdem der kleine Moony in unser Rudel, ein rumänischer Tierschutzhund mit ausgeprägter Menschen-Skepsis. Eine Herausforderung, die wir Stück für Stück bewältigen.
Seit Dezember 2024 mache ich die Ausbildung zum Hundetrainer mit dem Ziel, im Mai 2026 meine Zertifizierung zu erhalten. Im Zuge dessen hospitiere ich bei Nicky um meine Praxiserfahrung weiter auszubauen.
Es ist meine Leidenschaft, die neuesten Lerntheorien sowie psychologischen und physiologischen Erkenntnisse auf den jeweiligen Einzelfall anzuwenden. Mein Ziel dabei ist es, für die Hunde eine Alltagstauglichkeit herzustellen, die allen Beteiligten ein zufriedenes Miteinander ermöglicht.
